Sonntag, 1. Mai 2011

Ankunft - Wieder in der Heimat

Liebe Familie, Bekannte, Freunde und Neugierige,


Zuerst ein paar Fakten:



Insgesamt waren wir 9 ½ Monate (bzw. 286 Tage oder ca. 24,710,400 Sekunden) unterwegs. In anderen Worten: In der Zeit in der wir weg waren, hätte Licht eine Strecke von ungefähr 7,407,991,554,200 km zurückgelegt.



Während unserer Reise haben wir 22 Leute geplanter Weise getroffen, die wir schon vorher kannten:


Joyce, Carmen, Jan-Philip, Michèle, Peter S., Peter F., Henrik, David, Nils, Thomas, Maren, Melina, Gordon, Adam, Tom, Kong, Nimol, Lisa, Fanny, Kaman, Rakhita, Saint



Zusammen sind wir beide (ohne Umsteigen) 50 Mal geflogen:


1. Frankfurt - Singapur


2. Singapur - Kuala Lumpur


3. Kuala Lumpur - Singapur


4. Singapur - Perth


5. Perth - Darwin


6. Cairns - Brisbane


7. Brisbane - Cairns


8. Brisbane - Nadi (Fidschi)


9. Nadi - Brisbane


10. Melbourne - Hobart


11. Hobart - Melbourne


12. Melbourne - Auckland


13. Christchurch - Bangkok


14. Bangkok - Chiang Mai


15. Chiang Mai - Luang Prabang


16. Luang Prabang - Vientiane


17. Vientiane - Hanoi


18. Hanoi - Hue


19. Da Nang - Ho Chi Minh City (Saigon)


20. Phnom Penh - Siem Reap


21. Bangkok - Bali


22. Bali - Phuket


23. Phuket - Hongkong


24. Macau - Bangkok


25. Bangkok - Frankfurt



Das entspräche einer Strecke von 61,000 km Luftlinie (oder auch 18,287,339,938,000,000 Lichtsekunden). Wir hätten die Erde eineinhalb mal umrunden können. Noch dazu haben wir mit unserem eigenen Australischen Auto 12,000km zurückgelegt.


Jetzt ist unsere (work & travel) Reise am Ende und wir sind wieder zu Hause.












Wir haben unseren Aufenthalt in Australien, Neuseeland und Asien sehr genossen und sind unbeschreiblich glücklich darüber, dass wir uns für diesen Schritt entschieden haben. Wir hatten nicht erwartet, dass es so schön wird und dass wir so viele glückliche und relativ wenige traurige Momente erleben würden. Glücklicherweise hatten wir Gottes Segen. In keinster Weise bereuen wir diese Entscheidung gemacht zu haben und bedanken uns bei denjenigen, die unserem abenteuerlichen Vorhaben zugestimmt und uns unterstützt haben.




Während unserer Reise haben wir unglaublich viele neue Sachen gelernt und erlebt. Wir haben mithilfe von Blogeinträgen versucht, euch so gut wie möglich daran teilhaben zu lassen und euch einen Eindruck zu geben, wie sich unser Leben so abspielt.



Insgesamt haben wir 110 Blogeinträge geschrieben, die 8,600 Besucher mit über 17,000 Seitenaufrufen mit einer durchschnittlichen Besuchszeit von 2:07 Minuten verfolgt haben. Die meisten Besucher kamen aus dem Gebiet Köln, gefolgt von Bergisch Gladbach und natürlich unseren Freunden aus München. Wiehl (Platz 22), Gummersbach (Platz 27), Witten (Platz 96).


Dies ist der letzte Eintrag.


Wir bedanken uns recht herzlich für euer Interesse, eure Zeit, eure Neugier, eure Kommentare und eure Empathie, die ihr für uns geopfert habt oder mit uns geteilt habt. Danke für das warme Gefühl, dass es Leute gibt, die sich für unsere Reise und für uns interessieren, uns unterstützen, für uns da sind und auf uns warten.



Sara und Michael



Donnerstag, 28. April 2011

Macau

Seid gegrüßt, edle Germanen,

Aus Hong Kong sind wir mit einer Fähre nach Macau gefahren. Hier haben wir zwei Tage und zwei Nächte verbracht. Viele Menschen aus aller Welt (besonders aus Hong Kong und China) pilgern zu diesem Ort. Macau ist berühmt für seine Casinos und das Nachtleben; es ist „das Las Vegas des Ostens“. Deshalb sind wir auch direkt nach unserer Ankunft in das Venetian Hotel und Casino gefahren, das mit 40 Stockwerken und fast einer Million Quadratmetern das flächenmäßig größte Gebäude Asiens und das fünftgrößte Gebäude der Welt ist.


Noch dazu ist es das größte Casino der Welt! Wir finden auch, dass es eins der schönsten ist, sogar wenn man es mit den Casinos in Las Vegas vergleicht. Es ist im Venedig-Stil erbaut und hat drinnen einen künstlichen Kanal, in dem man sich sogar mit Gondeln rumkutschieren lassen kann.

Da wir ein altes Paar mit 4 stolzen Jahren auf dem Buckel sind, konnten wir uns zum Glück diesen frischverliebten Kitsch ersparen.

Neben dem Casino und dem 5 Sterne Luxushotel gibt es ein Entertainmentcenter, einen großen Food Court und ein noch größeres Shoppingcenter. Echt beeindruckend! Riesige Eingangshallen mit 3D Fliesen auf dem Boden und goldenen Skulpturen. Die Gänge sind von den teuersten Designerläden gesäumt, damit man sein gerade gewonnenes Geld auch auszugeben weiß. Luxus pur!


Wir sind also direkt mal in diesen Schuppen hineinmarschiert und haben Kong beim „Baccarat“ spielen zugeguckt. Baccarat ist in Asien wahrscheinlich das berühmteste Casinospiel und für uns das affigste, intelligenzbeleidigenste Spiel, was wir je gesehen haben. Ich hab jetzt keine Lust die bekloppten Regeln zu erklären; jedenfalls geht es darum, welche Karten zusammengezählt den höheren Wert ergeben. Dabei darf einer der Spieler die Karten selbst umdrehen. Damit die Spannung höher ist, drehen die Spieler die Karten ganz geheimnisvoll um, dass kein anderer reingucken kann. Aber nicht einfach umdrehen. Fast alle Leute legen die Karte erst hochkant und klappen sie einen Millimeter hoch, um zu gucken, wie viele Bilder von den verschiedenen Symbolen auf der Karte sind. (Alle Baccarat Spieler wissen natürlich, welche Zahl wie viele Symbole hat.) Dann denkt man „Das könnte jetzt eine 5 oder eine 7 sein“. Dann wird in einem Riesenakt auch unter die andere Karte geguckt. Und dann das, was uns am meisten überrascht und schockt: Die Karten werden öffentlich aufgedeckt! Warum bitte dieses Theater mit dem geheimnisvollen unter die Karten Gucken, wenn sie sowieso gleich jeder sieht? Dauernd gucken auch alle auf die Statistik, obwohl es nur pures Glück ist. Wir können es nicht begreifen.

das sind wir, wie wir es nicht begreifen können

Aber naja, es ist halt Kongs Lieblingsspiel und wir haben ihm zugeguckt. Dabei haben wir einen Mann aus Kuwait getroffen, der richtig Geld zu haben schien. Wir haben uns mehrere Stunden mit ihm unterhalten, während er jedes Mal 100-1000 Euro setzte. Da ich ihm einmal beim Spielen „Glück gebracht hab“, bekam ich 50€ geschenkt.

Sara (links im Bild) und ich (r)

Er ist mit uns auch in den VIP Raum gegangen, in den wir sonst niemals reingekommen wären. Hier haben wir schnell gemerkt, dass wir uns im reinsten Irrenhaus befinden; nur eben auf hohem Niveau. Es laufen Gestalten herum, bei denen man sich wünscht, ihr Outfit verkaufen zu dürfen, um sich von dem Geld ein Auto kaufen zu können. Und diese Menschen stolzierten durch die Gänge mit einem herablassenden Blick auf alle, die pro Runde weniger als 1000€ setzen. Fette reiche Männer haben sexy Asiatinnen am Ärmel hängen, aschen beim Rauchen auf den Boden, zucken nicht mit der Wimper, wenn sie 100.000€ verlieren und lachen nicht, wenn sie doppelt so viel gewinnen. Ekelhaft! Für die Reichen sind Essen, Getränke und Hotelzimmer umsonst („Special Treatment“). Man kann sogar einen riesigen Raum mit Spieltisch alleine für sich mieten und hat dabei auch noch seine eigene Kasse. Nachdem wir das Venetian und das Hard Rock Hotel und Casino erkundet hatten, haben wir uns um 3 Uhr auf den Heimweg gemacht.



Gestern haben wir als erstes das riesige „SANDS“ Casino erkundet, das unter derselben Leitung wie das Venetian steht. Es verbarg sich ein riesiges Casino mit Shoppingmall und Essen. Dort haben wir gefrühstückt und ein paar Leuten beim Black Jack zugeguckt. Neben diesem Casino gab es einen künstlichen Vulkan und den Nachbau des Kolusseums in Rom.


Eine schöne Fußgängerzone führte von dort zum nächsten Casino, das wir besichtigen wollten. „Babylon“ hieß es und war nicht sehr schön. Also sind wir zum MGM Grand gefahren. Dieses Casino wurde dem fetten MGM in Las Vegas nachgebaut und ist sehr schön. Hier durfte man mit etwas geringeren Einsätzen antreten, weshalb wir unser Glück beim Black Jack versuchten. Da wir mathematische Genies sind, eine perfekte Strategie entworfen haben, Karten zählen können und in Teams arbeiten, haben wir es geschafft, insgesamt 10€ beim Black Jack zu gewinnen. Die haben wir ganz schön verarscht!

Die Eingangshalle des MGM

Weiter ging der anstrengende Fußweg zum Wynns, einem sehr neuen Gebäude. Das Casino sah etwas ordentlicher aus als die anderen und wir sind dreisterweise einfach mal im Hotel ins 57. Stockwerk gefahren, um von dem Flur die Aussicht zu genießen. Das Hotel ist einfach nur der Hammer; teuflisch luxuriös.

Als wir wieder mit dem Aufzug runter gefahren sind, haben wir zu Ehren der verwöhnten Reichen vom 1. bis zum 57. Stockwerk alle Knöpfe gedrückt.

Vom Wynns aus sind wir weiter zum Grand Lisboa Hotel und Casino gegangen.


Anschließend ging es ins Four Seasons Plaza Casino gegangen. Da hat es uns sehr gefallen, weil die Dealer alle nett waren und wir kostenlos verschiedene Getränke bekommen haben. Hier waren die Limits höher und man traf auf angenehme gehobene, aber nicht ekelhafte superreiche Gesellschaft. Wir haben bestimmt zwei Stunden einem sympathischen Koreaner beim Black Jack Spielen zugeguckt und mitgefiebert. In dieser Zeit hat er bestimmt 6000€ gewonnen. Als er allerdings nachher Baccarat gespielt hat, hat er sich bei uns schon wieder unbeliebt gemacht.

In dieser Stadt wird einem sogar der Besuch einer Toilette zum Erlebnis gemacht

Insgesamt hat uns unser 2-Tage-Aufenthalt in Macau sehr gefallen. Es war sehr unterhaltsam. Jetzt verbringen wir noch einen Tag in Bangkok und fliegen im Anschluss zurück in die Heimat. Morgen werden wir den letzten Blogeintrag online Stellen.

Wir verbleiben,

mit freundlichen Grüßen
SEK und DME

Mittwoch, 27. April 2011

HONG KONG 2

Liebe Leser,

unsere fünf Tage in Hong Kong sind schon zu Ende gegangen und jetzt sind wir in Macau. Wir haben die letzten drei Tage sehr genossen.

Am 23. haben wir viel Zeit mit Shoppen verbracht, weil es in Hong Kong viele billige Sachen gibt, denn es gibt keine Mehrwertsteuer. Sara hat sich eine schicke Uhr angelegt, während ich mir killer Nikes gekauft habe. Nach dem Shoppen sind wir in ein typisches kleines Lokal zum Hong Kong Tea gegangen. Zum Glück schmeckte alles gut; es war so teilchenmäßig und als Drink gab es Iced Lemon Tea. Absolut ess- und trinkbar, was man von den meisten lokalen Speisen nicht sagen kann. Das chinesische Essen ist sehr vielfältig und das meiste schmeckt überhaupt nicht. Natürlich ist es ganz anders als das Essen eines chinesischen Restaurants in Deutschland.

Danach mussten wir auch schon in einen Bus steigen, denn wir waren mit Kaman (auch eine ehemalige McDonald’s Kollegin) zum Dinner verabredet. Zuerst stoppten wir bei einem Seafood Market, bei dem sich Kong, Kaman und Fanny ihr Abendessen ausgesucht haben, welches für sie in einem Lokal gekocht wurde.

Sie haben lebende Krebse, Schneckenkrebse und Muscheln gekauft und direkt zu diesem Lokal gebracht. Dort wurde uns dieses edle Essen auch schon nach 10 Minuten serviert und wir drei Deutschen wurden alle zum Probieren gezwungen. Auch wenn es natürlich nicht schmeckte, hatten wir einen wunderschönen Abend und haben uns sehr gut unterhalten. Eigentlich ist es auch gar nicht so schlecht, wenn man sich nicht vorstellt, dass das was man gerade isst, vor einer halben Stunde noch fröhlich rumgeschwommen ist.

Der folgende Abschied von Fanny war sehr traurig. Fanny hat sogar ein bisschen geweint. Wir haben sie schon so lieb gewonnen, dass wir gar nicht Tschüss sagen wollten. Sie hat wirklich so viel für uns geplant und viel Zeit geopfert. Sie ist ein echter „Mama-Typ“. Diese Menschen sind echt einfach nur gut und wir sind sehr dankbar, dass wir ihnen in unserem Leben begegnen durften. Zum Glück haben Fanny und Kaman und Pinky versprochen, nächstes Jahr nach Deutschland zu kommen.

Wir sind zurück zum Hostel gefahren und haben erst mal den Vodka gezicht (Kong war unmittelbar nach ein paar Shots weg vom Fenster), der eigentlich für Rakhita gedacht war. (Ein weiterer IAF-Teilnehmer, den wir nun leider doch nicht in Macau treffen können).

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Am 24.04. sind wir bei sonnigem Wetter erst einmal zur „Avenue of Stars“ gegangen, wo viele Sterne mit Namen berühmter Chinesen auf dem Boden zu finden waren (ganz Holliwood-like).

Nebenbei hatten wir noch eine herrliche Aussicht auf die Hochhäuser Hong Kongs.

Daraufhin sind wir ins Space Museum gegangen, das sehr interessant war. Anschließend sind wir zu Harbour City, dem größten Shopping Center Hong Kongs, gegangen. Da wir alle über kein Geld mehr verfügen, haben wir auch nichts mehr gekauft; außer Kong. Danach haben wir mit Kong in einem eiskalten Restaurant (in allen Läden und Shopping Centern herrschen eisige Temperaturen) einen kleinen Snack gegessen. Später haben wir mit Sylvia, einer weiteren McDonald’s Mitarbeiterin aus Hong Kong, diniert.

Das Ende des Tages spiegelte den Anfang wider, da wir zur Avenue of Stars gingen, um uns die Skyline bei Nacht anzugucken.

Morgen gibt es schon den Blogeintrag von Macau, also dranbleiben.

Bis dann ihr Süßen.

Fannys nette Familie

Samstag, 23. April 2011

HONG KONG


Hey,
Unsere Reise geht langsam zu Ende, deshalb geben wir jetzt noch einmal Gas. Da unsere Tage von morgens bis abends vollgepackt sind, hier nur die Kurzversion:

Von Phuket sind wir vorgestern nach Hong Kong geflogen: fette 8 Mio. Einwohner-Stadt. Am Flughafen haben wir nach über drei Wochen Kong wieder getroffen, der mit uns durch Hong Kong und Macao reisen wird.
Unser Hostel liegt perfekt in der Mitte der Stadt und hat winzig kleine Zimmer. Als wir in Alice Springs bei McDonald's gearbeitet haben, haben wir ein paar Leute aus Hong Kong kennengelernt. Eine davon ist die total herrliche und fröhliche Fanny, die sich netterweise angeboten hat, uns hier alles zu zeigen. Das ist viel cooler als z.B. bei unserer Indochinatour mit einem komischen Guide herumzuwandeln. Es ist so toll, Fanny wieder zu sehen und noch dazu befinden wir uns in der tollsten Stadt, die wir jemals gesehen haben!
Wir kommen hier meistens mit der total sauberen U-Bahn voran, in der man, wie in Singapur, auf gar keinen Fall essen oder trinken darf. Da so viele Menschen auf so einem kleinen Stück Erde leben, gibt es überall Hochhäuser und sogar die Busse und Straßenbahnen sind zweistöckig.


Egal an welchem Ort man in den Himmel schaut,
er ist immer von tollen Hochhäusern umrahmt!


Hong Kong ist supermodern und liegt im Index der 2011 Top 10 Countries of Economic Freedom auf Platz 1 (http://www.heritage.org/index/topten). Im Gegensatz zu den anderen asiatischen Ländern, in denen wir bisher waren (außer Singapur), sprechen hier viele Leute Englisch, was das Kommunizieren einfacher macht. Es gibt tausende von Businessleuten und mega viele Shopping Malls. Wäre Hong Kong nicht so weit von Deutschland entfernt, würde ich sofort hier hin ziehen.

Hier stehen wir vor Hong Kong's Emblem:
Der Bauhinia Flower

Ganz viele Wünsche in einem Tempel. Diese Spiralen bestehen aus Räucherstäbchen, auf den roten Zetteln stehen die Wünsche (gute Noten, Gesundheit, etc.). Während die Räucherstäbe abbrennen, gehen die Wünsche in Erfüllung :) die Spiralen für die großen Wünsche brennen einen Monat lang

Fotoausstellung in einem riesigen Shoppingcenter

Gestern Abend haben wir noch zwei Freundinnen von Fanny getroffen. Kaman kannten wir schon; sie hat auch bei McDonald's mit uns gearbeitet. Es war so witzig sie wieder zu treffen. Mittlerweile zu siebt (3xHong Kong, 1xThailand, 3xDeutschland) sind wir dann auf den Peak gefahren, einen Hügel, von dem man eine unglaubliche Aussicht hat.

Es war mittlerweile dunkel, als wir auf dem Hügel angekomen sind. Wir haben noch nie eine so unglaubliche Skyline gesehen. Meine Kamera hat mal wieder versagt, die Schönheit festzuhalten. Von oben sah auch nicht alles so klein aus wie auf den Bildern. Am Aussichtspunkt standen Fernrohre, mit denen man sogar in die Büros und Badezimmer der Hochhäuser gucken konnte. Um Punkt acht startete auch noch eine Lasershow, bei der die Hochhäuser nur so um die Wette blinkten und Strahlen in die Luft schossen. Einer der tollsten Augenblicke unserer ganzen Reise!


Heute, an unserem zweiten Tag in Hong Kong, sind wir wieder an einen berühmten Ort gefahren. Zum Big Buddha. Der Große Buddha ist eine riesige im Wald sitzende Figur, die man sehr gut aus einer Gondel heraus betrachten kann. Dies haben wir auch getan und hatten gleichzeitig noch eine tolle Aussicht über die Stadt und den Flughafen.

Fanny, Lisa, ich, Michael und Kong im Cable Car
unten links der Big Buddha


Hier in Hong Kong gibt es übrigens die erste internationale Gondelkollektion. Es wurden echte Gondeln aus den verschiedenen Ländern genommen und um die Bergstation der Big Buddhagondel herum aufgestellt.

Fanny und Kong vor der Deutschlandgondel

zwei Dummis

Zum Abendessen hat uns Fanny in ihre kleine Wohnung eingeladen. Ihre Familie ist echt toll und es war sehr interessant zu sehen, wie eine Familie mitten in Hong Kong im 33. Stockwerk mit einer zwei-Zimmer-Wohnung zurecht kommt. Die Preise für Miete sind hier unglaublich hoch. Aber wenn sich alle gut verstehen und es nicht anders gewohnt sind, lässt es sich gut leben. Obwohl das Essen natürlich nicht geschmeckt hat (wie fast alles, was Asiaten jeden Tag essen) haben wir uns sehr wohl gefühlt und den Abend sehr genossen. Fannys kleine Nichte hat sogar geweint, als wir gegangen sind.



Fazit: Geniales Hong Kong!

Mittwoch, 20. April 2011

Hallo ihr lieben Leute,

Wie geht’s? Uns supi! Insgesamt haben wir jetzt drei Tage in Phuket verbracht. Phuket ist eine Insel im Süden von Thailand. Sehr touristisch hier alles, aber die ganzen Touristen kommen natürlich hier hin, weil es wunderschön ist. Schon die Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel war sehr panoramahaft. Meer und Felsen und schöne Sonne. Wir sind schnell etwas essen und danach noch ein bisschen an den Strand gegangen.

Wir haben uns auch ein bisschen das Nachtleben Phukets angeguckt. Es ist wirklich alles sehr touristisch im Vergleich zu allen anderen thailändischen Orten, die wir mit Kong besichtigt haben: viele My-friend-where-are-you-from-boss-looki-looki-Läden, Restaurants und Hotels. Wie in Bangkok sind aber auch die Ladymen reichlich vorhanden.

Heute haben wir Lisa dann mal gezeigt, wie cool Elefanten sind.

Danach haben wir uns an den Pool des Hotels gechillt und ein paar Stunden im Schatten und in der Sonne gelegen. Der King hat im Pool dann auch direkt mal einen neuen persönlichen Rekord im Luftanhalten aufgestellt. Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen, also lassen wir die Bilder sprechen.

Macht es gut.

Sonntag, 17. April 2011

BALI

Hey Leute,

Nachdem wir unsere Indochinatour beendet hatten, sind wir von Kambodscha mit dem Bus nach Bangkok gefahren, um von dort aus am nächsten Tag nach Bali zu fliegen. Die Fahrt war wirklich eine Odyssee. Ihr glaubt nicht, was da alles schief gegangen ist. Wir wollen euch aber mit den Einzelheiten bzw. dem zwei Seiten langem Tagebucheintrag verschonen.

Hauptsache die Lisa ist jetzt endlich bei uns!

Nachdem wir Neujahr (für Thailänder) um 3:30 Uhr aufstehen mussten, um zum Flughafen zu fahren, sind wir irgendwann in Bali angekommen. Unser Hotel in Kuta ist für zwei Sterne und den Preis ganz gut. Wir sind nur ein paar hundert Meter vom Strand entfernt. Auf dem Weg dahin kommt man aber an vielen Läden vorbei, wo man alle 3m von neuen nervigen Verkäufern angesprochen wird: „Transport, transport, taksi“, „Chef“, „my friend“, „where are you from?“, „madame“, „Billabong“, „original“, „100,000…wait for you 50,000“.
Nicht normal! Irgendwann haben wir das „No, thanks“ aufgegeben und sie einfach ignoriert.

Wenn man sich dann mal durch den Händlerdschungel durchgeschlagen hat und am Strand angekommen ist, wird man eher enttäuscht. Es ist eigentlich nicht sehr schön. Wir hatten Fidschi-Ähnlichkeiten erwartet, weil wir schon viel von Bali gehört hatten. Der Strand an unserem Hotel erfüllt aber keine der Fidschikriterien. Er ist relativ schmutzig. Dank hohem Wellengang ist es hier aber perfekt zum Surfen, was wir morgen ausprobieren wollen.

An unserem ersten Tag sind wir Pizza essen gegangen. Diese war durchaus lecker. Die Reste wurden der Sara auf dem Heimweg allerdings von einer hungrigen und ein Kind stillenden Frau aus der Hand genommen. Wenn wir schon mal beim Essen sind, könnte man noch erwähnen, dass wir gestern das erste Mal seit 9 Monaten in Asien bei Mc Donald’s und KFC gegessen haben. (ich erwarte, dass diese Stelle eine Reaktion in Form eines Kommentares seitens Herr Kirchners auslösen wird).Das war aber sehr ekelhaft. Es gibt übrigens Reis anstatt Pommes. Wir verzehren aber lieber die leckeren Chickenburger aus unserem Hotel-Restaurant.

nur für dich, Mama

Da, wie schon erwähnt, unser Strand nicht der Schönste ist, haben Sara und ich, als Lisa beim Tauchkurs war, im Internet Ausschau nach den besten Stränden Balis gehalten. Diese seien im Süden – wie wir – perfekt. Als erstes sind wir zu einem Strand gefahren, der uns überhaupt nicht gefallen hat; das ist eigentlich eine Untertreibung. Es war der hässlichste, ekelhafteste (aber laut Internet der schönste) Strand, den wir je gesehen haben. Müll und Fischreste lagen überall herum. Noch dazu wurde der herumliegende Müll am Strand verbrannt.

Wir sind den Strand entlang gegangen, bis wir auf ein sehr gutes Hotel gestoßen sind; hier war es etwas besser und nicht so vollgemüllt. Wir haben uns ein Taxi rufen lassen und sind zum nächsten Strand (Nusa Dua) gefahren. Hier fanden wir einen künstlich angelegten Strand vor; wenn wir das allerdings nicht im Internet gelesen hätten, wüssten wir das nicht. Es fällt auf jeden Fall nicht auf. Dies war zur Abwechslung mal ein sehr schöner Strand.

Wir haben uns auf Liegen unter einem Baum gelegt und die Sonne genossen.

Danach sind wir ein bisschen am Wasser entlang spazieren gegangen, um schließlich zu den Sandbänken, ein paar Meter vom Strand entfernt, zu gelangen. Das Wasser war fast schon zu warm!

Dieses Bild ist auf eine seltsame Weise hässlich. Ich musste es trotzdem aus irgendeinem Grund reintun


nicht ganz so elegant, aber akzeptabel

Als wir im Hotel wieder angekommen sind, war es schon fast Zeit fürs Bett. Wir haben und mit Lisa vor dem Einschlafen ein bisschen über pharmazeutische Themen unterhalten, was der Auslöser für meine neue Motivation war, als erster einen Impfstoff gegen das HIV-Virus zu entwickeln.

Heute hatte ich fast den ganzen Tag alleine verbracht. Sara und Lisa sind heute Tauchen gegangen. Ich habe mir dieses Spektakel gespart, da meine sensiblen feingetuneten Katzenohren vielleicht nicht ganz dafür geeignet sind.

Im Folgenden berichtet Sara Kirchner über ihren heutigen Tag:

Heute bin ich mit Lisa um 6:15 Uhr (!!) aufgestanden. Lisa musste ihre letzten beiden Tauchgänge, die sie in ihrem Tauchkurs für den Schein braucht, bestreiten. Ich musste mich von ihr trennen und bin an einem anderen Ort mit Mantarochen getaucht.

Wir fuhren eine Stunde mit einem Schnellboot, an vielen schönen Felsen und kleinen Inseln vorbei. Hier habe ich endlich einmal schöne Stellen von Bali gesehen.

Aber die coolsten Sachen erwarteten mich unter Wasser. Wir waren keine 10 Minuten unten, da kamen sie auch schon angeschwommen: Rochen! Geil! Hatte ich vorher noch nie gesehen. Die Rochen flogen wie Vögel über uns schwebenden Tauchern her! Anmutige Tiere, auch ein bisschen Kings des Ozeans, wie Haie. Meine Unterwasserkamera versagte, also hier mal ein Rochenbild von Google:

Tauchen ist geil, das Wasser war total warm und klar und die Tarierung klappt bei mir immer besser. Ich muss fast nur noch ein- oder ausatmen, um die Höhe zu verändern. Die Korallen sind sehr farbenfroh und überall schwimmen kleine Fische. Ich habe sogar zum ersten Mal eine Schildkröte (ca. 40 cm) gesehen! Man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Nach einer kurzen Pause gingen wir dann ein zweites Mal tauchen, an einem anderen Spot.

Zurück am Ufer empfing mich Lisa, die seit drei Stunden auf die Rückkehr unseres Bootes gewartet hatte. Sie hatte soeben ihre Open Water Prüfung bestanden und die notwendigen Tauchgänge absolviert, sodass sie jetzt auch zertifiziert ist. Herzlichen Glückwunsch! Einen Hai hat sie zwar noch nicht entdecken können, dafür kam eine bestimmt 1 Meter große Riesenschildkröte an ihr vorbei geschwommen. Lisa ist jetzt auch begeistert vom Tauchen und möchte es gerne später fortführen.

Bis bald.