Montag, 13. Dezember 2010

2. Bula

Grüß Gott,
Mittlerweile sind wir wieder auf der Hauptinsel angekommen. Jetzt ist es aber erst mal Zeit vom 08.12. zu berichten:



2010 – 12 – 08
Heute Morgen mussten wir uns erst einmal informieren, ob ich (Sara) tauchen gehen darf, obwohl ich Dummi mein Logbook und meine Certification Card zu Hause (in unserem Auto in Australien) vergessen habe. Zum Glück sind alle PADI-Taucher im Internet zu finden, so konnte er meine Nummer doch in das Formular eintragen und ich durfte tauchen. Michael musste leider wegen seines Ohres auf einem Bar (an Land) bleiben. Dem Ohr geht es zwar wieder ganz normal, jedoch wollen wir nicht riskieren, nachher nicht von Fidschi nach Brisbane fliegen zu können.
Es war kein normaler Tauchgang, wir waren acht Leute und sind mit zwei Dive Masters getaucht. Es ging auf 18m zum HAIE FÜTTERN! Ich hatte gehofft, dass ein Hai angeschwommen kommt, ein bisschen Fisch isst und wieder wegschwimmt! Ein bisschen Respekt hatte ich schon, als wir uns dann rückwärts vom Boot aus ins Wasser haben fallen lassen. Leider habe ich Doppeldummi auch die Unterwasserkamera in unserem Auto liegen lassen! An einer Leine sind wir bis auf 10m abgestiegen und von dort aus durch ein Riff geschwommen, welches aus genau den gleichen wunderschönen Farben bestand wie die Riffe, die wir im Great Barrier Reef gesehen haben.
Auf 18m angekommen, ging es los. Es war eine Leine gespannt, an der wir uns festhalten mussten. Hinter der Leine bleiben! Unsere Divemaster hatten je eine große Mülltonne mit Köpfen von riesigen, lila Fischen dabei. Diese haben Sie schnell ca. 5m von uns weg ausgeleert und sind zu uns hinter die Leine geschwommen. Innerhalb von 30 Sekunden war ungefähr jeder kleinere Fisch aus dem nächsten Kilometer Umkreis um die toten, großen Fische versammelt und hat versucht, auch ein kleines Stück abbeißen zu können! Ein paar Sekunden lang war alles voller kleiner, bunter Fische. Und dann ging es los. Während der nächsten halben Stunde sind glaube ich keine 20 Sekunden vergangen, in denen man nicht mindestens 5 Haie vor der Nase hatte. Angelockt von den toten und jetzt auch den kleineren Fischen kamen zuerst die kleinen Haie. Reef Sharks, White-Tip und Black-Tip Sharks. Ich kenne die Namen leider nur auf Englisch aber Shark heißt Hai und klingt auf Englisch noch bedrohlicher – nicht wahr? Nach zwei Minuten kam dann der erste etwas größere. Und noch ein paar Minuten später kamen dann die Monster, ich glaube es waren Lemonsharks. Riesige Tiere! Mit einem sooo großen Maul! Die müssen das Maul nur öffnen und von dem Sog werden die Fische, ihr Futter, schon eingezogen! Diese Haie waren bestimmt 4m lang und so dick, dass mein ganzer Körper locker reingepasst hätte! Es war richtig faszinierend und ein einmaliges Abenteuer!
Manchmal hätte ich fast vergessen zu atmen. Wirklich, die Haie waren so nah, aber haben sich gar nicht für uns Taucher interessiert! Man kann nicht beschreiben, was es für ein Gefühl ist, mit ihnen in ihrer Welt zu schwimmen und zu sehen, wie sie ihr Maul mit viel zu vielen Zähnen aufreißen und alles fressen, worauf sie gerade Lust haben! Es war eine richtig spannende Show, die uns da geboten wurde. Wieder einmal hab ich natürlich Glück gehabt, vom Shark Dive mitzubekommen und dann noch einen Platz zu kriegen! Wahnsinn! Auch wenn ich die Unterwasserkamera dabei gehabt hätte, man muss diese Bewegungen sehen. So majestätisch weil sie wissen, dass sie die Kings sind und vor keinem Angst haben müssen. Der Mund sieht am Anfang ganz klein aus, dann reißen sie ihn auf und zum Vorschein kommt ein riesengroßes Maul mit mehreren Reihen von Zähnen. Ich kann nicht beschreiben, wie eindrucksvoll dieses Erlebnis für mich war, für jemanden, der noch nie viel mit der Unterwasserwelt zu tun hatte. Auf jeden Fall wäre es allein für diesen Tauchgang schon wert gewesen auf die Fidschi Inseln zu fliegen! Später habe ich aber gelernt, dass die Haie, die ich gesehen habe, nicht die größten und auch nicht die gefährlichsten waren, die es hier gibt. Obwohl ich mir da unten echt keinen größeren Fisch, außer einem Wal, vorstellen konnte!


Nach dem Tauchgang haben wir ein bisschen in den Hängematten gechillt und wurden dann von unserem Transfer abgeholt. Wir sind jetzt auf Nanuya Island im Sunrise Lagoon Resort, welches uns nicht so gut gefällt wie das letzte. Es ist aber auch in Ordnung. Wir haben diesmal auch kein Doppelzimmer, sondern schlafen mit zwei anderen Deutschen in einem Zehnbett-Dorm. Wir 8, die alle zusammen angekommen sind, sind momentan die einzigen Gäste hier im Resort.
Wir haben einen Spaziergang zur Blue Lagoon gemacht, die sich auf der anderen Seite der Insel befindet. Dort gibt es ein paar wunderschöne Strände, von Palmen gesäumt und so sauber und verlassen wie im Bilderbuch. In dem sich dort befindlichen Resort haben wir auch noch einmal gespeist, da uns ein Spiegelei und drei Fritten doch nicht genug zum Mittag waren.


Danach gab‘s schon Abendessen, selbst gemachtes Brot, selbst geerntetes Gemüse aus dem Garten und selbst auf der Insel gefangener Fisch wurde uns serviert. Dem alten Seebär, Michael, hat der Fang sehr gemundet! Sobald es gleich 22h wird, geht der Generator aus und wir haben keinen Strom und kein Licht mehr. Dann werden wir schlafen :)Gute Nacht!


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