Heute könnt ihr die Fortsetzung des im letzten Blogeintrag beschriebenen Tages nachlesen.
Nachdem wir also in der Höhle „Abseiling“ machten, sind wir schließlich zu einem „local Maori“ (einem neuseeländischen Einheimischen) gefahren. In seinem „Marae“ (Maori Treffpunkt) wurden wir traditionell willkommen geheißen und es folgte ein „Hangi“ (traditionelles Abendessen), was gar nicht so schlecht war. Hier sollte uns deren alte Kultur demonstriert werden, wobei wir sie eher aktiv miterleben sollten, als sie nur demonstriert zu bekommen. Uncle Boy war es wichtig, dass wir keine Zuschauer sind und die Sache ernst nehmen, da ihm seine Kultur und Geschichte sehr wichtig ist und somit kein „laughing matter“ sind. Also hat er unmittelbar nach Ankunft einen „chief“, in unserem Fall den gruppenältestesten Mann, erwählt, der unser „Volk“ repräsentieren sollte. Dann wurde ihm der Ablauf der Begrüßungszeremonie erklärt, bei der es viel zu beachten gab.
Zwei von Uncle Boys Männer sind auf unseren Chief losgegangen und haben versucht, mit ihrem Tanz und Geschreie ihm Angst einzuflößen.
Dabei hat der Chief nie den Augenkontakt unterbrochen und hat die respektvollen Gesten beachtet. Daraufhin wurde ihm ein „Token“ angeboten, was als Friedenszeichen und Willkommensobjekt gerne von unserem Chief angenommen wurde. Zum Glück; wir waren also sicher, aufgenommen und zählen ab jetzt zu Uncle Boys „extended family“. Danach hat jeder jeden traditionell begrüßt, indem man beide Nasen aneinander drückt (Männer begrüßen die anderen Männer zuerst, danach dürfen auch die Frauen).
Danach hat uns seine Familie ein paar traditionelle Tänze vorgeführt und uns einige Sachen über ihre Kultur und Vorfahren erklärt. Anschließend haben die Mädchen und Jungs einen Tanz gelernt.
Jungs haben den „Hacker“ gelernt, bei dem viel geschrien und gestampft wird. Zwischendurch reist man auch mal die Augen auf und streckt die Zunge weit raus, um den Frauen Angst zu machen und gleichzeitig zu signalisieren, was für ein dufter Typ man ist. Man kratzt auch richtige Striemen auf der Brust, damit man sieht wie stark man ist und ernst es meint. Das alles natürlich oberkörperfrei und einer Art Rock, den wir aber nicht tragen mussten. Frauen haben einen Tanz mithilfe eines Balles an einer Schnur vorgeführt.
Alle hatten viel Spaß und man hat sich besser kennengelernt. Danach sind wir zum Strand gegangen – es war schon dunkel und die Temperatur angenehm. Daraufhin konnten wir uns entscheiden in der großen Halle oder draußen zu schlafen. Für Tom gab es gar kein Grund zu überlegen, da er sich schon als richtiger Backpacker sieht: „Ich brauch nur die Luft“ und „that’s totally up to you“ (was er irgendwo aufgeschnappt hat) sind jetzt seine Lieblingssprüche. In der Halle war es heiß und wimmelte von unzählig vielen Tieren, da während der Zeremonie alle Türen aufgelassen wurden. Die Luft war also voller Moskitos, Kakerlaken, Käfern und anderem fliegendem Getier.
das Waschbecken im Badezimmer der Mädchen
Draußen war es nicht unbedingt viel besser, da ein riesiger Scheinwerfer auf die Matratzen schien. Es waren also auch genügend Insekten vorhanden. Aber auch andere uneingeladene Säugetiere waren zu Besuch: Uncle Boy hatte uns erklärt, dass sein geselliger Hund sich gerne mal zu den schlafenden Leuten legen würde. Tatsächlich haben wir den Hund bei einem Mädchen schlafen sehen und die tierfreundliche Sara, die sowieso schon von den Monsterinsekten genervt war, war damit überhaupt nicht einverstanden. Dies war eine perfekte Einladung für Tom nach dem Hund zu pfeifen und ihn zu rufen, der natürlich gekommen ist und sich direkt in Saras Bett gelegt hat.
Zum Glück wurde das Flutlicht irgendwann ausgestellt und wir haben mit ein paar Tieren (aber keinen Hunden) zur Atmosphäre und Feeling passend unter freiem Himmel geschlafen. Wir haben sehr gut geschlafen und die Temperatur war perfekt. Wir frühstückten unser letztes Essen bei Uncle Boy und fuhren weiter nach Rotorua.
In Rotorua angekommen, haben wir uns direkt in einer Kugel den Berg runter geschmissen. Das war wieder ein Beispiel für uns, dass man auch ohne todesängstliche Adrenalinstöße Spaß haben kann. In der Kugel sind wir dann mit ein bisschen warmem Wasser zickzack den Berg herunter gerollt.
Sara in einer Kugel







Uti will auch zorben!
AntwortenLöschenDie Landschaft erinnert mich irgendwie an die Teletubbies... Sieht das da überall so aus???
Achtung! Kritik:
dem Bericht fehlt eindeutig ein Bild von Tom und Michi mit aufgerissenen Augen und herausgestreckter Zunge...