Freitag, 18. März 2011

Bangkok

Hey Leute, es gibt viel zu berichten!

Wie die meisten von euch wissen, haben wir vorgestern Ozeanien verlassen, um unseren sechs-wöchigen Asien-Aufenthalt in Thailand zu starten. Abends hat uns Kong, mein thailändischer Freund, der mit mir auf dieselbe High School in Amerika ging und unser Reiseführer bzw. –begleiter während den 10-Thailand-Tagen sein wird, vom Flughafen abgeholt. Er hat uns zu seinem riesigen Haus gefahren, wo schon seine Mutter und seine Tante auf uns warteten, obwohl es mittlerweile schon sehr spät war. Kongs Mutter und Tante sind wirklich sehr, sehr freundlich, herzlich und nett. Wir haben und direkt wie zu Hause gefühlt. Endlich mal wieder ein richtiges Haus, und noch dazu solch ein schönes!

Nach dem Kennenlernen und einem traditionellen Begrüßungsdrink gab es eine kleine Führung durch das Haus (wir haben uns in den Marmorboden und das Treppenhaus, sowie in das TV- und Soundsystem verliebt). Unser Zimmer befindet sich neben dem Gebets- bzw. Buddhazimmer im dritten Stock. Wir haben sogar ein eigenes Badezimmer. Unser Zimmer ist wirklich sehr, sehr schön und gemütlich. Kongs Mutter hat es extra für uns umdekoriert. (Da Kong Deutschland liebt, soll dieses Zimmer nachdem wir wieder ausgezogen sind, das „Deutschland-Zimmer“ werden, weshalb es neu gestrichen werden muss). Wir waren sprachlos als wir mitbekommen haben, wie viel nur für uns verändert wurde. Wir haben sogar ein Kleider- oder Umziehzimmer. Für uns wurden neue Cremes, Shampoos, andere Beautyartikel, Zahnpasta, Zahnbürsten, Rasierer, Handtücher, Schlappen und einiges mehr gekauft.

Wir fühlen uns auch ein bisschen unwohl unsere Kleidung vom Hauspersonal waschen und bügeln zu lassen. Hier ist es wirklich besser als im Hotel. Wen interessiert schon die anderen Länder in Asien – wir bleiben einfach hier. Das Studium könnte auch noch ein bisschen warten.

Schließlich war es Schlafenszeit und ich glaube, dass ich noch nie in einem besseren Bett als in diesem mit hundert Kissen verzierten Exemplar geschlafen hab. Es erinnert mich an die Dauerwerbesendungen, in denen Leute auf dem Bett rumhüpfen und das Rotweinglas daneben nicht umkippt.

Nach einer erfrischenden Dusche, bei der das Wasser aus verschiedenen Seiten kommt gab es Frühstück. Wo soll ich nur anfangen? American breakfast. Großes American breakfast! Eier, verschiedene Arten gebratener Wurst, Toast, NUTELLA, belegte Sandwiches, besserer Salat als bei LaToscana®, einen Haufen Gemüsesorten und noch mehr Obstsorten, von den meisten ich den Namen nicht einmal kenne. (Stolz erfüllte mich, als ich Mango und Papaya erkannt habe). In Thailand wird sich beim Essen Zeit gelassen (einverstanden) und viel geredet. Wir haben uns also ein bisschen besser kennengelernt.

Anschließend ging es in die Stadt! Kongs Auto und ein Taxi haben uns zum „Grand Palace“, dem größten und bedeutendsten Tempel Thailands, gebracht, der 1782 errichtet wurde.

Wenn ich mich nicht irre, beherbergt er nicht nur den königlichen Palast und die Thronhallen, sondern auch einige Regierungsgebäude und den berühmten Temple des Smaragdbuddhast. Ich schätze mal, dass das Gelände eine Größe von ca. 218 000 qm hat und von 4 Mauern umgeben ist, die insgesamt 1900m lang sind (für eine detailliertere Beschreibung bitte an Prof. Dr. Chef. Dipl. Tempelarchitekt und Buddhaforscher Stefan Kirchner wenden).


Wir fanden den Tempel und die einzelnen Gebäude und Statuen sehr beeindruckend und faszinierend.

Daraufhin sind wir zum größten Einkaufszentrum Bangkoks gefahren. FOOD COURT! ESSEN! BILLIG! Eine unverschämt große Auswahl an Essen gepaart mit noch unverschämteren günstigen Preisen. Das war der Moment an dem Thailand sich in die Liste meiner Lieblingsländer einen Stammplatz erkämpfte und erhielt.

In Thailand ist eigentlich alles außer Autos und Markenkleidung spottbillig. Nach dem Essen sind wir zu Saras Freude sehr lange shoppen gegangen. Das war ihr Lieblingszeitpunkt des Tages. Das große saubere glänzende Shoppingparadies war nicht nur überfüllt mit unglaublich nettem Personal und Fressorgienprovokationen, sondern auch mit Produkten jeglicher Art. Nachdem wir ein bisschen zusammen mit einem gewissen Louis V., A. und G. geträumt hatten, hab ich mir ein cooles Shirt gekauft. Sara hat sich währenddessen tatsächlich überlegt, ob sie sich ein Kleid oder so etwas in der Art in Kartoffelsackform kaufen soll. Diese Teile seien nun mal so geschnitten und momentan in Mode. Ich habe zu meiner Überraschung erfahren, dass meine Schwester, hey Sarah, auch ein Exemplar dieses Kleidungsstückes besitzt, wodurch sich meine Meinung über das - entweder zu kurz für ein Kleid oder zu lang für ein Oberteil Teil - nur gering beeinflussen lies. Nach einer zeitintensiven diabolischen Gehirnwäsche war sogar ich der festen Überzeugung, dat dat Teil wat kann und wir es kaufen. Dann war ich wieder einmal Zeuge der komple- und paradoxen Denkweise einiger weiblichen Shoppaholics, denn auf einmal war das Kleidteil scheiße und wir haben es nicht gekauft.

Ich muss Kong wirklich die Tugend der Geduld zuschreiben. Irgendwann war es uns aber zu bunt und sind in den obersten (Entertainment) Stock gefahren, um ein paar Partien zu bowlen. Gleichzeitig fuhr meine bezaubernde Freundin mit ihrer Einkaufsstrategie fort.

Ein paar Strikes und Spares später war es Zeit für uns an den Hafen zu fahren. Dort begann nämlich die Bootstour, die Kongs Mutter für uns gebucht hatte. Selbstverständlich war es keine gewöhnliche Bootsfahrt, sondern die luxuriöseste in ganz Bangkok.

An Board waren eine Band, sehr viel Personal und eine bemerkenswerte Auswahl an Essen. Da bekannt war, dass ich Ehrengast bin, gab es natürlich auch Tiramisù.

Auf dem Luxusdampfer hatte man eine gute Aussicht auf viele Sehenswürdigkeiten Bangkoks.

Nachdem nicht nur der Knopf, sondern auch noch der Reißverschluss meiner Hose geöffnet werden musste, sind wir zwei Stunden nach Beginn der Fahrt wieder am Hafen angekommen.

Ein Stück des Heimwegs haben wir mit einem Tuk Tuk zurückgelegt. Als wir angekommen sind, haben wir Kongs ältere Schwester getroffen, die ihr Studium in England jetzt beendet hat und in Thailand arbeitet. Sie ist auch sehr freundlich und nett.

Der zum Teil noch übrig gebliebene Jetlag forderte unsere unmittelbare Bewusstlosigkeit im Kissenbett.

5 Kommentare:

  1. Hört sich gut an. Außerdem lernst du was für's Leben (weibl. Einkaufslogik). Leider gibt's in D nur wenige Einkaufscenter mit Bowlingbahn.



    Ach ja, was mir noch aufgefallen ist, Zitat:
    "Wir fühlen uns auch ein bisschen unwohl unsere Kleidung vom Hauspersonal waschen und bügeln zu lassen."-->zuhause ist das wohl normal für euch?

    Viele Grüße an Kong von der Polizeileitstelle Köln

    AntwortenLöschen
  2. cola light = can LAN :D ?
    schade das der michael das oberteil zuerst nicht schön fand.. aber sehr gut, dass du ihn davon überzeugt hast und es dann doch nicht gekauft hast :D !

    Krini:*

    AntwortenLöschen
  3. ihr seid echt abgefahren...

    have fun!

    und denkt in eurem späteren leben mal daran, wie gut es euch gegangen ist...

    uti

    AntwortenLöschen
  4. kraaass:) bringt mir was nices mit oder macht mir den kong klar:)
    maren:-*

    AntwortenLöschen
  5. Ich finde, auch in Deutschland sollte man in JEDEM Shoppingcenter eine Bowlingbahn bauen und die Frauen so lange beim Shoppen vereinzeln, bis sie vom Einkauf ablassen :-)
    Und Maria wird das sicher entlasten, wenn ihr ab jetzt aus Scham selber wascht und bügelt, schliesslich kommt sie ab heute in die Jahre...
    Schoene Zeit noch Euch beiden!

    AntwortenLöschen