Mittwoch, 16. März 2011

Neuseeland Zusammenfassung

Unsere sechs Wochen Neuseeland waren sehr erlebnisreich und schön. Wir haben alles Wichtige gesehen und hatten sogar noch Zeit zum Chillen und „Urlaub machen“.

Mit noch drei Stunden mehr Zeitverschiebung, insgesamt 12 Stunden zu Deutschland, ähnelt Neuseeland vom Lifestyle her Australien. Die Leute haben den gleichen englischen Akzent und benehmen sich ähnlich. Wie in Australien sind die Leute hier freundlich, vielleicht sogar noch ein bisschen relaxter, mehr „laid back“ und es wird nicht so aufs Geld geachtet. Vor allem Schlafen und Essen, die kostspieligen Angelegenheiten im Backpackerleben, sind hier viel günstiger. Man bezahlt hier für ein Doppelzimmer im Hostel weniger als für ein Achtbettzimmer in Australien und alle Hostels sind viel sauberer. Vielleicht liegt das daran, dass doch noch nicht ganz so viele Backpacker ihren Weg hier hin machen, besonders, zu unserer Freude, nicht so viele deutsche. Hier trifft man viele Holländer, Engländer und sogar ein paar Amerikaner und Kanadier. In Australien gab es Deutsche, Deutsche, Deutsche, Franzosen, Koreaner, Engländer und Holländer.

Neuseeland ist im Vergleich zu Australien sehr klein, die Strecken, die man zurücklegen muss, sind nicht so lang. Dafür waren wir hier mit dem Bus unterwegs, der die vielen Berge nur langsam hochkam und die Straßen sind nicht so gut ausgebaut. Also verbrachten wir manchmal für 300 km den ganzen Tag im Bus. Natürlich haben wir oft angehalten um Fotos zu schießen oder kleine Wanderungen zu machen an Stellen, die wir, wenn wir allein unterwegs wären, wahrscheinlich nicht gefunden hätten. Die Natur, durch die wir gefahren sind, war spektakulär. Berge, Seen, Regenwälder, Vulkane, Ozeane, Höhlen, Gletscher, Wiesen und unglaublich viele Schafe. In Australien gab es mit dem Great Barrier Reef und der roten Wüste vielleicht ein bisschen mehr zu entdecken, dafür muss man hier nicht ewig dafür fahren und hat alles recht nah beieinander.

Da Neuseeland nur 4,3 Millionen Einwohner hat, von denen über 1 Mio. in Auckland leben, sind die meisten Orte so gut wie ausgestorben. Wir haben häufig in Camps geschlafen, in denen nachts der Generator ausgemacht wurde oder an Orten, zu denen man sein Essen nicht vergessen durfte, da es weit und breit herum nichts zu Kaufen gab. Meistens waren diese Erfahrungen schön, weil die Natur, von der man umgeben war, einfach nur unbeschreiblich ist. Allerdings geht es einem auf die Dauer auf die Nerven, wenn man nicht seine Sachen waschen kann, wann man will oder jeden Tag Toast isst, weil man nicht mal eben ein frisches Baguette holen kann. Richtige Brötchen zu finden haben wir aufgegeben; die „rolls“ hier sind weich und wenn man drauf drückt nicht viel dicker als ein ungetoastetes Toast.

Was wir auf unserer Reise am meisten genossen haben, war, dass es für uns richtiger Urlaub war. In Australien haben wir gearbeitet und hatten mit unserem Auto so etwas Ähnliches wie ein Zuhause. Hier mussten wir zwar fast jeden Tag unsere Rucksäcke packen, dafür konnten wir richtig genießen, keine Arbeit suchen oder Bewerbungen schreiben zu müssen. Wir hatten einfach ein richtiges Urlaubs- und Freiheitsgefühl. Und dafür ist Neuseeland genau das richtige Land: Wenn man Abenteuer erleben will, haben wir auf der Welt noch keinen besseren Ort gefunden als hier. Extremsportarten gibt es im Überfluss und wenn man, wie wir, plant, alles mitzunehmen, was man kriegen kann, dann sollte man sich seinen Adrenalindurst am besten für Neuseeland verwahren. Skydiving und Bungy sind hier billiger als in Australien; solche Aktivitäten wie Stuntplane fliegen und in Höhlen abseilen, haben wir in Australien gar nicht erst gefunden. Und dann gibt’s natürlich noch Gletscherwanderungen und allerlei Aktivitäten, die man auf den reißenden Flüssen ausüben kann.

Insgesamt war unsere Zeit hier unvergesslich und wir sind froh, die richtige Aufenthaltsdauer einkalkuliert zu haben. In sechs Wochen schafft man alles, hat Zeit in Städten wie Queenstown, Auckland oder Wellington ein bisschen Urlaub zu machen und dann, gerade wenn man denkt es ist genug, fliegt man weiter. Für Australien hätten diese wenigen Wochen niemals ausgereicht; um dort alles mitzubekommen braucht man mindestens 3 Monate und das auch nur, wenn man nicht arbeitet und nichts vom Leben der Australier mitbekommen möchte.

Tom verlässt uns an dieser Stelle. Ein Ende bringt auch immer einen Anfang mit sich. Neuseeland ist vergangen - Asien beginnt. In den nächsten sechs Wochen bevor wir wieder nach Hause kommen, fliegen wir nach Bangkok, den Norden Thailands, Laos, Vietnam, Kambodscha, Bali, Phuket, Hong Kong und Macau. Morgen sind wir erst mal in Bangkok. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Vielen Dank, dass ihr immer so zuverlässig dabei seid.

Achja, hier noch die Antwort auf die Frage, die euch schon die ganze Zeit quält. Der Endstand aller Billardspiele, die zwischen Michael und Tom ausgetragen wurde, beträgt 22:12 für Michael O´Sullivan Eckardt. War abzusehen!

1 Kommentar:

  1. Da hat der Michi den Tom aber ganz schön abgezogen ;)
    Immer wieder schön eure Einträge zu lesen.
    lg
    Anna Bi.

    AntwortenLöschen