Samstag, 9. April 2011

2. Teil Vietnam

Hallo liebe süße Leser,

Wir haben mal wieder ein paar Tagebucheinträge für euch. Wenn ihr gerade nicht so viel lesen wollt – lasst den ersten Tag weg. Er geht nur um herrliche Verwirrungen am Flughafen, die beispielhaft für unsere Kommunikationsprobleme mit der asiatischen Bevölkerung stehen. Das muss vielleicht erklärt werden: Wir lieben Asiaten. Wir denken, sie sind die freundlichsten Völker auf Erden. Sie begrüßen einen immer mit einem Lächeln und versuchen alles zu tun, damit man sich wohl fühlt. Unsere Verständigungsschwierigkeiten liegen auch zum größten Teil nicht an der Sprache (obwohl die Hotelangestellten eigentlich kein Englisch verstehen), sondern an der anderen Denkweise der Asiaten. Leider fällt uns im Moment kein besseres Beispiel ein als dieses hier: Da die Dinos mal wieder etwas langsamer waren, hatte uns einer der gut Deutsch sprechenden Guides schon mal vorgeschickt, wir sollten einem Weg folgen, der den Berg hinunter führte. Vorsorglich wollte ich einmal sicher gehen, dass wir uns nicht verlaufen und fragte „gibt es dort nur einen Weg?“. Die Antwort, die ich bekam: „Ja, es gibt einen Weg“. Es wurde überhaupt nicht verstanden, mit welcher Intention ich diese Frage gestellt hatte, beziehungsweise, dass die Frage überhaupt eine Intention außer des Herausfindens, wie viele Wege es gibt, haben könnte.

2011 – 04 – 05

Hoa = unsere Reiseleiterin für Mittelvietnam

Gestern hatten wir uns ja ein bisschen von der Tour abgesondert, da wir länger am schönen Strand bleiben wollten und nicht mit den Dinos noch in eine andere Stadt weiter fahren wollten. Also schliefen wir alleine in einem Hotel in Da Nang und sollten später von den anderen auf ihrem Weg zum Flughafen abgeholt und mitgenommen werden. Endlich konnten wir nochmal ausschlafen. Da das Frühstück um 9 Uhr zu Ende war, bin ich aber um viertel nach 8 aufgestanden. Sehr schwachsinnig, es gab drei nicht leckere Toastscheiben, ein bisschen Butter und noch weniger Marmelade und der Fruchtteller bestand aus je einem Mini-Stück Melone, Mango, Ananas und diesem thailändischen Apfel. Das angepriesene „Bakery basket with your choice of jam and fresh fruits“ war ja wohl eine Verarschung. Für Michael hab ich nochmal das gleiche mit aufs Zimmer gebracht, da er nicht aufstehen wollte. Sickig ging ich wieder ins Bett und schlief bis 11 Uhr.

Da wir um 12 auschecken mussten, packten wir unsere Sachen und wurden dabei vom Klingeln des Telefons unterbrochen. Die Rezeption verkündete uns, dass unser Flug nach Saigon Verspätung hätte und wir von der Reiseleiterin erst um halb drei, statt wie geplant um halb eins abgeholt würden. Trotzdem mussten wir ja auschecken und setzten uns auf ein bisschen Mittagsfrühstück in die Lobby. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass der Flug keine Verspätung hat und so haben wir den Flugstatus im Internet überprüft. Im Internet stand tatsächlich, das Flugzeug flöge nach Plan. Also haben wir an der Rezeption unseres Hotels einen Zettel für Hoa, die Reiseleiterin, hinterlassen und uns ein Taxi zum Flughafen genommen.

Dort erfuhren wir dann, dass der Flug doch zwei Stunden Verspätung hatte. Wir waren froh, trotzdem schon einchecken zu können. Beim Einchecken wurde uns gesagt, dass es noch eine frühere Maschine nach Saigon gäbe und wir fragten, ob sie uns nicht auf diese Maschine umbuchen könnte. Das ging leider nicht, sagte sie nach langer Rücksprache mit weiterem Personal, da der Flug voll sei. Also haben wir unser Gepäck aufgegeben und wollten an unserem Gate auf das Boarding warten. Auf dem Weg dahin habe ich allerdings den Schalter entdeckt, an dem man für den früheren Flug nach Saigon einchecken konnte. Dieser Flug hatte die Flugnummer, die, soweit wir uns erinnern konnten, auf dem Flugticket der Dinos stand, was wir vorgestern gesehen hatten. Wir hatten uns schon gewundert, dass wir zwei verschiedene Flüge nehmen sollten. Der Flug der Damen war zwar auch verspätet, aber nur um eine halbe Stunde, anstatt, wie unserer, über zwei Stunden. Erst mal haben wir ein Telefon gesucht, um unsere Reiseleiterin anzurufen und sie nach der Flugnummer der beiden zu fragen. Da aber kein funktionierendes Telefon in der Nähe war, sind wir zum Schalter von Vietnam Airlines gegangen, haben die Namen der beiden Dinos gesagt und gefragt, wann die beiden flögen. Der hilfsbereite, aber nicht sehr gut englisch sprechende Angestellte gab uns eine ausgedruckte Version ihres Reiseplanes, auf dem er vermerkte, dass sich ihre Abflugzeit im Vergleich zu dem normalen Ticket geändert hatte, nämlich jetzt um 14:20 Uhr war. So hatten wir also den sehr verspäteten Flug um 16:20 Uhr und die Dinos den frühen um 14:20 Uhr.

Da wir freundlicherweise verhindern wollten, dass die Dinos ihren Flug verpassen, haben wir die Emergency Nummer der Indochina Organisation angerufen, weil wir die Telefonnummer von Hoa herausbekommen wollten. Wir durften netterweise mit dem Telefon von Vietnam Airlines telefonieren. Nach dem 20 minütigen Telefongespräch zwischen Michael und der Dame, hatte die Frau immer noch nicht verstanden, dass sie Hoa sagen soll, dass die Dinos sofort los fahren müssen, um ihren Flieger zu erwischen. Noch dazu wollte sie ihm einfach nicht Hoas Nummer geben, sondern hat bestimmt 8 Mal nach seinem Namen gefragt und warum er schon am Flughafen sei. Michael hat sich richtig hilflos gefühlt. Von Anfang an hat er gesagt, er bräuchte die Nummer und habe keine Zeit. Alles war zwecklos. Die Frau, die ein bisschen deutsch sprechen konnte, hat vieles verstanden, aber nicht alles. Zu den fehlenden Sprachkenntnissen kam noch die andere Denkweise der Asiaten, die den Erfolg dieses Gesprächs verhindert hat. Wir haben nur drauf gewartet, dass die Geduld des Angestellten zu Ende ist und er sein Telefon wieder haben will.

Als wir gerade gehen wollten, habe ich auf dem ausgedruckten Flugplan von Dino68 und Saurier77 die Telefonnummer von Hoa entdeckt, die als Kontakt angegeben war. Zum Glück durften wir dann nochmal telefonieren, diesmal war ich an der Reihe. Hoa hat die Situation leider auch überhaupt nicht verstanden und die ganze Zeit gesagt, sie habe heute Morgen mit dem Flughafen telefoniert und uns eine Nachricht im Hotel hinterlassen, dass der Flug Verspätung habe und wir später abgeholt würden. Sie wollte einfach nicht glauben, dass der Flug der Dinos um 14:20 Uhr fliegt. Ich wusste nicht mehr, was ich machen soll und habe dem verwirrten Angestellten das Telefon gegeben, damit er Hoa auf Vietnamesisch bestätigt, um wie viel Uhr der Flug geht. Ich habe keine Ahnung, was die beiden geredet haben, auf jeden Fall hat der Angestellte auf einmal unseren Flugplan ausgedruckt und uns noch einmal zum Check-in Schalter mitgenommen. Dort haben wir dann doch noch Plätze in der Maschine für 14:20 Uhr bekommen (obwohl wir schon eingecheckt hatten und gar nicht danach gefragt hatten). Dann sagte der Angestellte, wir sollten jetzt Michael und Sara Bescheid sagen, dass die jetzt kommen müssen, oder sie verpassen ihre Flüge. Wir haben ihm mehrmals erklärt, dass wir Michael und Sara sind und die anderen noch nicht hier seien. Er sagte, wir sollen denen dann Bescheid sagen. Da haben wir uns gefragt, was er mit Hoa am Telefon geredet hat. Wir haben ihn gefragt, ob er am Telefon der Frau erklärt hat, dass alle Teilnehmer ihrer Gruppe um 14:20 Uhr fliegen und er sagte, das hätte er gemacht. Da wir ihm das nicht geglaubt haben, riefen wir selbst noch einmal bei Hoa an. Hoa fragte mich dann tatsächlich, ob ich die Nachricht im Hotel bekommen hätte, dass sie uns später abholen kommt. Da wollte ich mit Saurier77 oder Dino68 sprechen, um ihnen die Situation zu erklären, da unsere tolle Führerin zwar genug Deutsch kann, um uns die langweiligsten Sachen im kleinsten Detail zu erklären, aber nicht genug, um zu verstehen, dass die Dinos das Flugzeug verpassen, wenn sie nicht sofort zum Flughafen fahren. Es war unfassbar. Wir haben der anderen Frau von Indochinatours und Hoa immer wieder gesagt, dass sie sofort zum Flughafen kommen müssten oder sie den Flug verpassen. „Kommt einfach schnell hier hin oder ihr verpasst den Flug.“ Darauf haben sie nicht gehört. Unfassbar. Hoa hat dann fünf Minuten auf mich eingeredet und konnte mir leider keine von den Dinos ans Telefon holen, da sie denen wahrscheinlich auch nur eine Nachricht im Hotel hinterlassen hatte, und gerade nicht bei ihnen war. Zum Glück hat sie in einem Satz gesagt, dass sie alle noch in Hoi An sind und die Fahrzeit zum Flughafen 40 Minuten beträgt, so wusste ich, dass es auch keinen Sinn mehr hat, zu versuchen, ihr alles zu erklären. Mittlerweile hatten wir nur noch 10 Minuten Zeit bis zu unserem Boarding und die Schlange vor den Sicherheitskontrollen war lang; also habe ich die über Hotels und Saigon (Sachen, die überhaupt nichts mit dem Flug zu tun haben, weil sie echt gar nicht verstanden hat, worum es geht) redende Hoa irgendwann abgewürgt und mich mit Michael in die Schlange gestellt. Langeweile hatten wir also in der halben Stunde Verspätung nicht. Nur schade, dass die Dinos jetzt den Flug verpasst haben, obwohl wir wirklich unser Bestes getan haben, damit dies nicht passiert.

Wir flogen in einem riesigen Flugzeug, was wir eigentlich nur aus Langstreckenflügen kennen, nach Saigon und wurden tatsächlich von einem Fahrer, der das Schild mit unseren Namen hochhielt, empfangen. Wie er jetzt rausgefunden hat, um welche Zeit wir abgeholt werden müssen, ist uns ein Rätsel. Das Hotel, in das wir gebracht wurden, ist sehr schön. Drei Sterne sind hier glaube ich mit vier Sternen in Deutschland zu vergleichen. Komisch, wir hätten gedacht es wäre andersrum.

Kaum angekommen sind wir in das ca. 15 Minuten entfernte Shoppingcenter gegangen, wo wir ein herrliches Restaurant im New Yorker Style gefunden haben. Es war so lecker, dass wir sogar jeder ein Stück Kuchen mitgenommen haben, was wir später im Hotelzimmer verzehrten. Das Shoppingcenter war sehr modern; wir haben auch eine Art Spielhalle gefunden; nur für Jugendliche. Dort haben wir erst mal coole Hopper beim Tanzen auf diesen Automaten mit den Pfeilen drauf beobachtet und dann versucht, möglichst viele Basketbälle in einer Minute durch den Ring zu werfen. Yeah, am Ende war ich richtig gut! Michael hat auch einmal den Rekord seines Korbes geknackt. Dann haben wir noch das gespielt, wo man so einen Puk über ein Feld schießen muss, aus dem Luft geschossen kommt. Dabei habe ich vielleicht gewonnen, vielleicht aber auch Michael. Oder unentschieden. Die Anzeige war glaub ich kaputt.

Im Hotel haben wir nur noch geduscht und ein bisschen TV geguckt. Jetzt ist es schon 10 Uhr und morgen müssen wir um 9 Uhr unten sein. Saurier77 hat uns netterweise angerufen und uns die Abfahrtszeit verkündet. Hätte sie nicht machen müssen, hatte uns der Empfangsherr schon ausgerichtet, war aber trotzdem freundlich und hilfsbereit von ihr. Heute haben die beiden Dinos uns gar nicht genervt. Wir haben sie aber auch gar nicht gesehen. Wenigstens wissen wir jetzt, dass sie auch angekommen sind und dann wahrscheinlich noch auf den späteren Flug umbuchen konnten.

2011 – 04 – 06

Heute haben wir uns die Cu Chi Tunnel angeguckt. Das Tunnelsystem ist ein unterirdisches Dorf, in dem die Vietnamesen während des Krieges gegen Amerika gelebt haben und aus denen viele Überraschungsangriffe gestartet wurden. Darauf haben wir uns schon sehr gefreut, weil das wahrscheinlich das Highlight der ganzen Indochinatour sein wird. Wir haben morgens schon den neuen Tourguide kennengelernt. Er ist der schlechteste Führer, den wir bisher hatten. Das war sehr schade, weil gerade heute wir uns sehr auf die Führung gefreut hatten. Es hat sich aber zum Glück herausgestellt, dass die Tunnel sehr anschaulich sind und dass ein Tourguide bei der Führung gar nicht so wichtig ist.

Die Führung begann mit einer sehr alten Dokumentation. Es war ein Schwarz-Weiß-Film auf Deutsch, den man allerdings kaum verstanden hat. Jedoch war er sinnvoller als die Erklärung einer Landkarte von unserem Reiseführer kurz vor dem Film. Wir haben nichts verstanden.

Danach folgte die richtige Besichtigung der Tunnel. Wir haben ein sehr kleines Loch in der Erde entdeckt, dass der Eingang zu dem Tunnelsystem darstellte. Ich habe mich gewundert, dass ich, Michael, vollkommen in dieses Loch reingepasst habe. Deckel drauf und Laub drüber und niemand findet diesen Eingang; coole Erfahrung.

Eingang in einen unterirdischen Tunnel, Michael passt ganz rein!
Die Köpfe der Menschen wurden aus datenschutztechnischen Gründen abgeschnitten :)

Danach haben wir uns angeschaut, wie Waffen aus den Überresten der amerikanischen Waffen hergestellt wurden. Alles wurde sehr gut dargestellt. Aus Autoreifen wurden früher sogar Schuhe hergestellt, die richtig praktisch sind. Heute werden sie als Souvenirs verkauft. Schließlich sind wir sogar durch ein kleines Tunnelsystem gekrabbelt. Es war sehr anstrengend und wir waren froh, als wir wieder an der Oberfläche waren. Trotzdem war es ein cooles Erlebnis.

Die Führung war relativ schnell vorbei – oder zumindest kam uns das so vor, weil wir uns dafür wirklich interessiert haben. Am Ende gab es noch eine Spezialität zu probieren. Aus Höflichkeit habe ich probiert (obwohl ich natürlich gesehen habe, dass mir das nicht schmeckt) und Sara hat es direkt sein gelassen. Die Dinos haben richtig reingehauen, weil ihnen dieses komische Essen anscheinend schmeckte. Apropos Dinos, heute waren sie überraschenderweise sehr freundlich und haben nicht genervt. Wir haben viel mit ihnen geredet.

Nach der Führung folgte eine sehr kurze Stadtführung in Saigon: Altes Postamt, Rathaus, Notre Dame. Wir haben alles schnell abgearbeitet, weil der Guide anscheinend nicht viel Lust darauf hatte. Dann sollten wir zurück zum Hotel fahren. Die Damen bestanden aber darauf, in den Notre Dame zu gehen. Also haben wir uns abgekapselt und sind zu dem nicht sehr weit entfernten Shopping Center gegangen, in dem wir auch gestern gegessen hatten. Wieder einmal war es sehr, sehr lecker. Mmh! Danach haben wir bestimmt über eine Stunde in dem Entertainment Center verbracht. Wir haben die ganze Zeit Basketball gespielt, dabei aber nicht mehr als 5 Euro ausgegeben. Ich habe bestimmt die Rekorde von sieben Automaten gebrochen – war abzusehen - und Sara war einmal nur einen Punkt davon entfernt, einen neuen Rekord aufzustellen. Wir waren verschwitzt und unsere Wurfarme schmerzten.

2011 – 04 – 07

Heute mussten wir schon um 8 Uhr losfahren, um wieder ein paar Erlebnisse zu erleben. Zuerst haben wir uns einen Tempel angesehen. Danach stand auf dem Programm: Besuch eines Marktes in Chinatown. Wir sind mit dem Bus durchgefahren – das war es. Naja, nicht schlimm.

In den Tempeln ist immer alles voll mit Räucherstäbchen Davon muss ich immer niesen!

Anschließend hatten wir eine 80km lange Fahrt vor uns, auf der ich schlafen wollte, was aber nicht ging, weil der Bus nicht langsam über die hügelige Straße gefahren ist, sondern die Erhebungen als Sprungschanze genommen hat. Ein tolles Gefühl für unsere Mägen auf den hintersten Sitzen der Rückbank.

Danach sind wir auf ein Boot gestiegen und haben eine Tour über den Mekong und ein paar seiner Nebenarme gemacht. Zuerst an einem schwimmenden Markt vorbei. An diesem war aber das einzige Gut, was ich entdecken konnte, ein Schiff voller Süßkartoffeln. Daraufhin haben wir ein Familienunternehmen besucht, bei dem unter anderem Puffreis hergestellt wird; die einzelnen Arbeitsschritte waren interessant zu verfolgen.

Herstellung von Puffreis

Herstellung von Reispapier

Weiter ging die Fahrt zu einer kulturellen Show, die aber nicht so schön war wie die letzte. Drei gelangweilte Männer haben eine singende Frau musikalisch begleitet.

Nach diesem Stopp sind wir weiter gefahren und eine halbe Stunde später in der Nähe vom Bus an Land gegangen. Das war das Programm für heute. Schön kurz und wir haben nachmittags sogar geschlafen.

2011 – 04 – 08

Wir sind heute später aufgestanden als die Dinos, weil wir lieber etwas länger schlafen wollten, als uns die nächsten schwimmenden Märkte anzugucken. Als wir dann vom Hotel abgeholt wurden, sind wir erst mal stundenlang mit dem Bus gefahren bis wir wieder einmal an einem Ufer unseres alten Freundes Mekong angekommen sind. Wir haben „schwimmende Dörfer“ besucht. Als erstes haben wir uns ein Haus angeguckt, unter dem Fische gezüchtet werden. Es war cool das mal zu sehen. Die Fische sind ausgeflippt, als sie gefüttert wurden.

Danach haben wir uns eine kleine Weberei angeguckt. Die Dinos haben sich jeweils zwei Schals gekauft und haben behauptet es aus entwicklungsunterstützenden Gründen getan zu haben. Dann liefen da die ganze Zeit kleine Kinder mit Waffeln rum, die einen auswendig gelernten Satz mehrmals runtergesungen haben: „one dollar for one, two, three, four, five, six…“ Die Omas haben mal wieder ganz entwicklungsunterstützend getan: Dino68: „ich hab mein letztes vietnamesisches Geld für eine Waffel gegeben: 10 000“ (ca. 30 Cent). Sehr fürsorglich. Ihre Dollar hätten die Kinder, wie man schon feststellen konnte, auch gerne angenommen. Nachdem die beiden noch lange mit unserem völlig überforderten Guide diskutierten „wie viel man denn für so eine Waffel geben sollte“ hat Saurier77 auch einen Dollar bezahlt und wollte dafür die sechs versprochenen Waffeln haben. Das Kind hat ihr aber nur drei Waffeln gegeben, was der Mrs. Kinder-in-Not-Aktion-Mensch-UNICEF-Tyrannosaurus77 unverschämt fand: „ganz schön geschäftstüchtig die Kleine hier“. Sara und ich haben dann allen Kindern ein paar Scheine in die Hand gedrückt und haben zu Saurier77s und Dino68s Erstaunen nicht einmal Waffeln als Gegenleistung verlangt. Wir haben als Businessleute anscheinend noch einiges zu lernen.

Anschließend haben wir uns noch bei sehr heißen Temperaturen eine Pagode angeguckt, worauf wir nun wirklich keinen Bock mehr hatten. Naja, es war relativ schnell vorbei und wir sind in unser Hotelzimmer geflüchtet.

Wieder einmal haben wir vom sehr günstigen Zimmerservice Gebrauch gemacht, der dieses Mal einigermaßen okay, aber nicht überragend war. Der Schocker der Woche war für Sara, dass es in unserer Minibar keine Cola gibt. Für sie ein unbegreifliches Schauspiel, das nicht verziehen werden kann.


So war das. Sorry, dass wir die Einträge nicht, wie wir es ab und zu machen, etwas lesefreundlicher umgeschrieben haben. So ist es dafür total real und ihr erfahrt die ganze Wahrheit über jeden unserer Gedanken. Morgen verlassen wir Vietnam und fahren nach Kambodscha. Yeah!

3 Kommentare:

  1. noch 20 Tage ! :) juhuuu :*

    krini :)

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  2. Also, ich glaub ich bin auch Asiate. Das Drama am Flughafen hab ich jedenfalls auch nicht verstanden.
    Dino49

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